Europaabgeordneter Dennis Radtke (CDU) zu Fusionsplänen von Thyssenkrupp Steel und Tata: "Vorrangiges Ziel muss es sein, Industriearbeitsplätze in unserer Region zu sichern!"

Der Europaabgeordnete für das Ruhrgebiet, Dennis Radtke (CDU), sieht die Fusionspläne von Thyssenkrupp Steel mit Tata äußerst kritisch. Dennoch schätzt Radtke die Situation realistisch ein: „Eine Fusion von Thyssenkrupp ist schwer zu verhindern.“ Vorrangiges Ziel einer Fusion muss es für den Bochumer Europaabgeordneten jedoch sein, „gut bezahlte Industriearbeitsplätze langfristig in unserer Region zu sichern“. Die gesamte Wertschöpfungskette muss für den CDU-Sozialpolitiker erhalten bleiben. Radtke versichert den vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei Thyssenkrupp, die um ihre Arbeitskräfte bangen, seine volle Solidarität. In einem Schreiben an den Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Günther Back schreibt Radtke: „Mir ist wichtig, dass die Arbeitnehmer von Thyssenkrupp Steel in dieser schwierigen Situation wissen, dass sie mit mir als langjährigen IGBCE-Gewerkschaftssekretär jemanden haben, der ihre Sorgen und Nöte versteht und sich für ihre Interessen einsetzt.“ Dennis Radtke gehört im Europäischen Parlament den Ausschüssen für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten sowie Industrie, Forschung und Energie an.

/ Dennis Radtke MdEP

 

 

 

Erste Sitzungswoche als neuer Parlamentsabgeordneter: "Interessante und verantwortungsvolle Aufgaben"

"Für das Ruhrgebiet in Europa Politik zu machen, ist eine riesen Verantwortung - und eine große Ehre", sagt Dennis Radtke (CDU), neues Mitglied des Europäischen Parlaments. Der gebürtige Wattenscheider nahm in dieser Woche an seiner ersten Sitzungswoche in Straßburg teil. Seit wenigen Wochen ist er für Herbert Reul (Bergisches Land), der NRW-Innenminister geworden ist, ins Europäische Parlament nachgerückt. "Nun hat das Ruhrgebiet einen Ansprechpartner, Interessenvertreter und Fürsprecher auf europäische Eben mehr", erklärt Radtke. Im Straßburger Parlament wurde Radtke offiziell als neues Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten sowie im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie begrüßt.

Beides sind Politikfelder, in denen sich Dennis Radtke sehr gut auskennt, denn er hat vorher viele Jahre als Bezirksleiter für die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) gearbeitet: "Es ist alles andere als selbstverständlich, dass ein Neueinsteiger so interessante und verantwortungsvolle Aufgaben bekommt. Dass ich direkt in zwei Ausschüssen mitarbeiten werde, die Zukunftsfragen meiner Heimat, dem Ruhrgebiet, ganz wesentlich betreffen, ist ein echter Vertrauensvorschuss. Ich werde alles dafür tun, dieses Vertrauen zu rechtfertigen."

So konnte Radtke im Gespräch mit Manfred Weber (CSU) deutlich machen, in welchen Bereichen seine politischen Schwerpunkte hier liegen: Insbesondere Arbeiternehmer, Sozial- und Tarifpolitik liegen ihm am Herzen. Weber ist Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP), der größten Fraktion im Europaparlament. Radtkes persönliches wie politisches Leitbild für die Arbeit in den Ausschüssen ist eindeutig: "Europäische Arbeits- und Sozialpolitik orientiert sich am bestem am deutschen Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft. Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass eine starke Industrie für jede Volkswirtschaft fundamental ist. Wir haben in unserer Heimat, dem Ruhrgebiet, schmerzvoll erfahren müssen, was mies vorbereiteter Strukturwandel und eine Deindustralisierungspolitik ohne richtige Alternativen bedeutet." Positiv bewertet Radtke, dass der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker in seiner Grundsatzrede betonte, dass "es keine Arbeitnehmer der zweiten Klasse geben" darf: "Junckers Ziel, den Missbrauch von Leih- und Zeitarbeit möglichst zu beenden, werde ich in meiner Arbeit in den Ausschüssen mit ganzem Herzen unterstützen."

Dennis Radtke ist ebenfalls Mitglied der internationalen Delegationen zu den Vereinigten Staaten und der koreanischen Halbinsel. In Zusammenarbeit mit Parlamentariern aus diesen Ländern werden wesentliche internationale Entwicklungen aus diesen Regionen diskutiert und analysiert, dazu zählt auch die Gefahr, die durch eine Atommacht Nordkorea ausgeht. Radtke: "Nordkorea ist das vermutlich am meisten abgeschottete Land der Welt und eine der letzten totalitären Kommunistendiktaturen. Es ist wichtig, dass die EU versucht, hier Kommunikationswege offen zu halten. Ich bin der festen Überzeugung, dass eine ruhige Diplomatie Europas hier mehr hilft, als lautes Rumgepoltere."

 

Bildunterschrift:

Der gebürtige Wattenscheider Dennis Radtke, seit kurzem Abgeordneter im Europaparlament, in der Diskussion mit Manfred Weber, Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP), der größten Fraktion im Europaparlament.

/ Dennis Radtke MdEP

 

 

 

 

Dennis Radtke rückt ins Europäische Parlament nach

Der Bochumer CDU Politiker Dennis Radtke(38) rückt für den in die Landespolitik gewechselten Herbert Reul ins Europäische Parlament nach.

Der 38-jährige Gewerkschaftssekretär hat bei der Europawahl 2014 auf Platz 9 der Landesliste kandidiert und seinerzeit den Einzug ins Parlament denkbar knapp verpasst.

"Die Entscheidung, Herbert Reul nach Düsseldorf zu holen, war aus unserer Sicht doppelt gut: so hat NRW nicht nur einen fähigen Innenminister gewonnen, sondern Bochum und das Ruhrgebiet noch einen zusätzlichen Europaabgeordneten. Ich freue mich sehr für Dennis Radtke und die Bochumer CDU", so Christian Haardt, Kreisvorsitzender der CDU.

"Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung. Wenn aus dem Hobby plötzlich der Beruf wird, ist das ein besonderes Privileg und das möchte ich einsetzen, um für unsere Region in Brüssel und Straßburg zu trommeln. Nicht nur die Menschen und die Geschichte des Ruhrgebietes machen uns zu einer besonderen Region, sondern auch die schwere der Herausforderungen vor denen wir stehen", so Dennis Radtke.

/ CDU-Kreisverband Bochum